Alessa Neuner

A Life dedicated to Horses

Sand als Einstreu – die bessere Alternative?

Sand unter den Hufen zu haben, ist ein sehr natürliches und angenehmes Gefühl für die meisten Pferde.

Sand unter den Hufen zu haben, ist ein sehr natürliches und angenehmes Gefühl für die meisten Pferde.

Seit nun fast 5 Jahren führe ich zusammen mit meiner Mutter einen eigenen Offenstall für meine Pferde. Auch früher schon versorgten wir sie in Eigenregie. Diese vielen Jahre erlaubten uns, einige Erfahrungen zu sammeln, Fehler zu machen und neue Erkenntnisse zu erlangen. Heute möchte ich auf ein Thema eingehen, dass für viele Nachfragen sorgte: Sand als Einstreu.

Üblicherweise wird in den meisten Ställen mit Stroh eingestreut, als Alternative kann man manchmal noch Sägemehl wählen. Selten gibt es auch andere Möglichkeiten wie Hanfeinstreu oder Papier. Doch all diese Arten von Einstreu haben in meinen Augen einige gravierende Nachteile.

Nicht unbedingt selbstverständlich: ein sauberer Stallbereich ohne feuchte, dreckige Stellen. So lässt es sich leben!

Nicht unbedingt selbstverständlich: ein sauberer Stallbereich ohne feuchte, dreckige Stellen. So lässt es sich leben!

Die Nachteile von üblicher Einstreu

Zum Einen sind sie zum Ausmisten meist mit hohem Aufwand verbunden. Der Mist muss von der sauberen Streu getrennt werden, was bei wirklicher Sauberkeit schon einigen Aufwand und vor allem Zeit in Anspruch nimmt. Beim Misten selbst und auch wenn die Pferde sich vermehrt bewegen kommt es oft zu hoher Staubbelastung. Gerade bei Stroh reagieren viele Pferde mit Husten oder anderen allergischen Reaktionen. So begann auch ich umzudenken, als Khayman in den ersten Monaten der Stroh-Einstreu morgens immer hustend aus der Box kam… Ein weiterer Nachteil ist in meinen Augen, dass diese Art der Einstreu sehr gerne von den Pferden gefressen wird. Für viele mag dies vielleicht auf den ersten Blick eher positiv erscheinen. Doch ich finde, dass mein Pferd nicht unbedingt von seiner Toilette essen sollte…

Alles in allem bringt für mich konventionelle Einstreu einige Nachteile mit sich, die ich ungern in Kauf nehmen möchte. Also begannen wir, uns nach Alternativen umzusehen. Der Markt ist mittlerweile groß, doch abgesehen von horrenden Preisen fanden wir sehr wenig.

Dann sahen wir auf unseren Paddock und merkten, wie gerne die Pferde auf ihrem Sandboden standen. Sie schliefen dort, wälzten sich oder standen einfach zum Dösen darauf. Das brachte uns auf die Idee, Sand auch als Einstreu im Unterstand zu benutzen. Anfangs streuten wir oberflächlich noch zusätzlich Sägemehl, doch bald verzichteten wir auch darauf. Die Pferde lieben ihren Sandboden und das kann ich auch gut nachvollziehen!

Die Vorteile von Sand im Gegensatz zu normaler Einstreu
Unser Araber Jimmy fühlt sich sichtlich wohl in seinem Sand-Bett.

Unser Araber Jimmy fühlt sich sichtlich wohl in seinem Sand-Bett.

Der Sandboden bieten den Pferden im Sommer eine kühlende Liegefläche. Vor allem, wenn der Boden darunter aus Stein oder Beton ist, bleibt der Sand auch bei heißen Temperaturen angenehm kühl (Natürlich gilt das nur bei Schatten).  Im Winter hingegen bietet er eine ausreichende Isolierung, um den Pferden eine gemütliche Liegefläche zu ermöglichen. Bei wirklich eisigen Temperaturen kann nach Bedarf natürlich auch noch normale Einstreu darüber gestreut werden, um etwas mehr Wärme zu bieten. Doch dann reicht auch eine deutlich kleinere Menge als üblich.

Hier sind wir auch schon beim Kosten-Punkt angelangt. Im Gegensatz zu üblicher Einstreu sind die Preise für eine Lieferung Sand durchaus gut bezahlbar. Auf Dauer kann man sich als Stallbesitzer hier eine Menge sparen! Natürlich reduziert sich auch Sandeinstreu mit der Zeit durch das mit Aufnehmen beim Misten. Ich habe jedoch die Erfahrung gemacht, dass die Menge, die mit auf den Misthaufen wandert, bei Sand deutlich kleiner ist… Wer den Mist vom Bauern abholen lässt, wird auch hier einen Vorteil finden: Die meisten Bauern sind mehr als erfreut, wenn sie puren Pferdemist ohne Einstreu-Reste bekommen.

Als nächsten Punkt möchte ich den Aspekt der Hygiene ansprechen. Viele Pferdemenschen haben die Befürchtung, dass der Sand durch Urin und Mist eine starke Geruchsentwickung aufzeigt. Meinen Erfahrungen nach ist dies jedoch überhaupt nicht der Fall. Im Gegenteil habe ich das Gefühl, dass unser Stall kaum den üblichen Stallgeruch trägt. Wir empfinden den Sandboden als sehr hygenisch – vielleicht, weil er sich auch deutlich leichter pflegen lässt.

Für Besitzer von jenen „Ferkel-Pferden“, die ihren Unterstand stets als Toilette missbrauchen, kann Sandeinstreu auch eine Erleichterung sein. Meine Pferde benutzen den Unterstand zwar auch als Toilette, aber trotzdem viel weniger als bei normaler Einstreu. Wenn eine Wiese zur Verfügung steht, so bevorzugen sie die zumindest zum Wasser lassen 😉

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Nicht nur Faulenzen lässt es sich gut in der Sand-Streu. Sie eignet sich auch prima, um ein wenig Fellpflege zu betreiben.

Woher bekomme ich Sand-Einstreu und wie oft muss ich eine Lieferung kommen lassen?

Wir lassen circa zwei mal im Jahr eine Lieferung Sand kommen. Davon geht ein Teil in den Unterstand und ein Teil kommt auf den Paddock. Das funktioniert übrigens auch ohne Befestigung darunter ganz gut.

Unser Sand ist eine gewaschene Mischung (Wichtig: ungewaschener Sand kann arg stauben und ist deshalb ungeeignet!), die wir vom Kieswerk in der Nähe bekommen. Wir werden dort immer sehr nett beraten. Scheut euch also nicht, einfach im Kieswerk in der Nähe anzurufen und nachzufragen. Vielleicht seid ihr ja nicht die Ersten, die Sand für ihre Pferde ordern.

Alles in allem kann ich zusammmenfassen, dass die Verwendung von Sand als Einstreu für uns auf die Dauer eine geniale Lösung bietet. Die Pferde sind sehr zufrieden damit und wir sparen uns eine Menge Arbeit und Kosten. Wenn ihr noch weitere Fragen zu dem Thema habt, hinterlasst gerne einfach einen Kommentar.

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45 Kommentare

  1. Hallo, ich habe Paddock Boxen für meine beiden, wie schnell wird der Sand nass wenn die Pferde in den Sand pinkeln? Meine Paddock Boxen sind ca. 4 mal 2 Meter groß, die Paddock davor sind ca. 6 mal 4 Meter groß, Äppel und Pinkeln tun beide in Ihre Paddock Boxen. Ich hätte schon Lust auszuprobieren wie das mit Sand als Einstreu ist, habe aber vorallem wegen dem Pinkeln bedenken. Untergrund meiner Paddock Boxen sind Pflastersteine. Über eine Antwort würde ich mich freuen. Danke

    • Alessa

      14. Juli 2015 um 11:06

      Hallo liebe Simone,
      ich kann leider nicht wirklich beurteilen, ob es bei euch funktionieren wird – meine Pferde gehen im Sommer eben wirklich auch viel raus zum Äpfeln und Pinkeln. Ich denke, das müsstest du wirklich ausprobieren. Ich kann mir schon vorstellen, dass es funktioniert, wenn man regelmäßig mistet. Aber eine Garantie kann ich dir natürlich auch nicht geben, ich denke aber es wäre ein Versuch wert! 🙂

  2. Wirklich schön geschrieben!
    Ich hätte nur noch zwei Fragen:
    1. Wie ist das mit dem Sand im Sommer? Wird das sehr trocken und staubig?
    2. Hast du schonmal von „Hippodung“ gehört? Wenn ja wäre ich auf deine Meinung dazu gespannt 🙂

    • Alessa

      14. Juli 2015 um 11:04

      Der Sand wird im Sommer natürlich schon ein wenig staubig, aber es hält sich total in Grenzen! Wenn sich ein Pferd mal wälzt gibt es eine kleine Staubwolke, ansonsten ist die Luft sehr gut! 🙂
      Hippodung kenne ich gar nicht, was ist das? Da muss ich mich wohl mal informieren 😉

  3. Danke Alessa das du uns eure Erfahrungen teilst , noch aus eigen nützlicher Frage -mit was bollert ihr im Sand ab ? Bei uns ist immer sooo viel Sand mit im Abollerer …

  4. Von einem eigenen Stall sind wir ja noch ganz weit entfernt. Aber ich träume schon einmal davon und werde mir deinen Artikel dafür abspeichern. Alles was du dazu tippst klingt für mich so logisch, dass ich mich fast schon frage, warum immer noch Stroh benutzt wird. Meine Kleine knabbert zum Beispiel auch gerne am Stroh herum und ich habe schon ein bisschen Sorgenvoll hingeguckt, weil das ja auch Magentechnisch nicht das allerbeste ist. Aber ich bin auch eine Glucke 😉 und muss da ein bisschen entspannen. Trotzdem scheint mir der Sand die beste Lösung für genau solche Momente. Danke für den informativen Artikel und liebe Grüße, Petra

  5. Mich würde interessieren, ob das auch Sinn macht, wenn eine Boxen- und Weidehaltung besteht. Also ca. 14 Stunden Weide und nachts in der Box… Frage mich, wie ich die Pipistellen da rauskriege… Bei den Äppeln Stelle ich mir das eher einfacher vor, als mit Stroh…

    • Alessa

      12. Juli 2015 um 15:13

      Ich bin mir leider nicht sicher, ob das in der Form funktioniert. Ich habe jetzt nur die Erfahrungen im Offenstall, aber dort sind sie natürlich auch viel draußen unterwegs. Im Winter stehen sie teilweise wirklich auch tagelang im Unterstand bei entsprechendem Wetter. Klar ist es dann weniger sauber als im Sommer, aber ich empfinde es immer noch als deutlich angenehmer als normale Einstreu. Ich denke, das müsste man tatsächlich einfach probieren 😉

  6. Hallo, toller Blogeintrag.
    wir haben im offenstall draußen auch Sand.. Super zum sauber halten und machen…
    Ich wollte nur noch erfahren, wie es mit urinstellen ist, vor allem im unterstand? Außerhalb wäscht es ja der Regen immer wieder raus! Wir haben deswegen auch noch sagespane im unterstand. Wie sind da deine Erfahrungen, wegen Geruch auch?
    LG

    • Alessa

      12. Juli 2015 um 15:15

      Meine Pferde lassen durchaus (leider) auch im Unterstand Wasser. Ich habe aber bisher keine unangenehmen Gerüche gemerkt. Wenn der Sand arg nass ist, nehmen wir schon mal eine Schaufel und kippen das ganze auf den Paddock – da wäscht es dann der Regen gut aus. Oft passiert das aber nicht. Wahrscheinlich kommt es aber schon auch auf die Zahl der Pferde und die Möglichkeiten, anderswo eine Toilette zu benutzen drauf an 😉

  7. Hallo, bin auch gerade bei dem Thema angekommen 😉 Gemäss TIKO wünschen sich meine Pferde ein Sandbett drinnen. Ich zweifle etwas ob das funktioniert (habe dieses Wochenende zig Garetten mit Grünkompost, welcher bei mir leider nicht funktioniert hat, aus dem Stall gekarrt…). Mein Offenstall (mit Betonboden) ist 5m x 10m wobei die Öffnung an der kurzen Seite ist. Bei Dir ist es glaubs an der langen Seite offen?
    Wie tief hast Du mit Sand eingestreut? Ist es ein spezieller Sand (wegen Abrieb; ich habe draussen ein Pissoir mit Pflästerersand, welcher bretthart wurde und so nicht mehr benutzt wird). Wie ist es mit den Pippi-Stellen – nimmst Du die ganz raus oder trocknet das aus? Wie lange hast Du schon die Sandeinstreu? Stroh kommt für mich auch gar nicht mehr in Frage… und alles andere hab ich auch schon durchprobiert ohne wirklich häppi damit zu werden…
    Dankeschön!
    (mein Quarter heisst übrigens auch Jimmy und ist ein Schimmel ;-))

    • Alessa

      15. Juli 2015 um 9:05

      Hallo liebe Karin,
      mein Offenstall ist an der langen Seite geöffnet. Wir streuen ca 20cm dick ein, wobei das natürlich auch im Laufe des Jahres variiert (durch Abäpfeln verliert man ja auch wieder was).
      Ich würde wirklich einfach mal bei einem Kieswerk anrufen, die können einen da am besten beraten – oft ist eine Sandmischung aus verschiedenen „Sorten“ ideal. Erkläre ihnen einfach, welche Bedürfnisse du für die Pferde hast, wir werden dort wirklich immer sehr nett beraten 🙂
      Die nassen Stellen lasse ich meist einfach trocknen. Wenns sehr arg ist, nehme ich sie raus und kippe sie auf den Paddock, wo sie durch den Regen wieder ausgewaschen werden. Das klappt so bei uns sehr gut.
      Ganz liebe Grüße auch ein dein Jimmy 🙂
      Alessa

  8. Also ich hätte Bedenken,denn ich finde,dass trockener Sand sehr staubig wird.Außerdem tragen Pferde ständig mit den Hufen Verunreinigungen hinein.
    Und wo wird Heu gefüttert?Fällt nicht das Heu in den Sand und die Pferde nehmen Sand mit auf?
    Das Pferde Stroh fressen ist doch völlig positiv.Sie brauchen Ballaststoffe und fressen mit Sicherheit keins,wo sie vorher uriniert haben,das ist völliger Quatsch!Wenn sie das täten,oder wenn sie zuviel Stroh fressen würden,hätten sie zu wenig Heu!
    Wir haben einen Offenstall mit Gummibelag unter Dach,draußen Paddockplatten mit Sand gefüllt,zusätzlich dürfen die Pferde noch den Reitplatz zum Liegen nutzen.Im Winter habe ich noch mit Stroh eingestreut,welches nun leider ein Huster nicht mehr verträgt.
    Wenn es trocken ist bewässere ich den Reitplatz,damit das Pferd nicht diesen Staub einatmet.
    Seid kein Stroh mehr eingestreut wird,äppeln die Pferde nur noch draußen,mit Stroh wurde auch drinnen uriniert,es stank zum Himmel.Für den kommenden Winter werd ich wohl mit staubarmen Spänen oder Leinstreu einstreuen und hoffen,dass die Toilette draußen bleibt.
    Aber Sand nach innen holen, nee, das ist nicht gut bei unserm Hustenpferd.

    • Alessa

      18. Juli 2015 um 16:54

      Wie schon geschrieben, bei Staub kommt es sehr auf die Sandart an und da der Staub keine Allergene enthält, ist die Staubbelastung um einiges geringer als bei normaler Einstreu oder zb Heustaub.
      Gefüttert wird teilweise auch auf dem Sand, das sortieren die Pferde aber sehr gekonnt aus. (Wenn sie dürfen sind sie schließlich Meister im Aussuchen und Aussortieren). Großteils trennen wir aber Liege- und Fressbereiche, sodass unter den Fressbereichen kein Sand liegt.
      Letztendlich muss natürlich, wie im Artikel erwähnt, jeder selber wissen, was für sein Pferd speziell gut ist 😉

  9. danke für deinen erfahrungsbericht…
    hört sich in deinem fall sehr gut an…
    mit toilette außen, die regelmäßig vom regen gewaschen wird, glaube ich auch, dass es zu keiner großen geruchsbelästigung kommt…
    ein dichter stallboden unter dem sand hingegen lässt mich etwas zweifeln…
    als keramiker möchte ich nur einen kleinen wichtigen hinweis an all die geben, die diese tolle idee umsetzen möchten… achtet darauf, dass euer sand keinen quarz enthält… quarzstäube können von der lunge nicht abgeatmet werden und verkapseln sich langfristig…
    gvlg die miriam von antvari.de

    • Alessa

      18. Juli 2015 um 16:51

      Hi liebe Miriam,
      danke für deinen Tipp mit dem Quarz, das wusste ich definitiv noch nicht! Da werde ich bei der nächsten Lieferung mal nachfragen 😉
      Ganz liebe Grüße!
      Alessa

  10. Hallo,
    und vielen Dank für den Artikel.
    Ich kann mir Sandeinstreu sehr gut als Option für mein lungenkrankes Pferd vorstellen. Kannst Du mir sagen, welche Körnung der Sand hat, den du verwendest?
    Vielen Dank
    Meike

    • Alessa

      18. Juli 2015 um 16:50

      Hallo liebe Meike,
      das kann ich dir leider gerade nicht sagen, so genau weiß ich das nicht. Aber ich denke, das ist gar nicht das wichtigste. Hauptsache der Sand ist gewaschen und klumpt nicht – das kann man aber gut in Erfahrung bringen 🙂
      Ganz liebe Grüße!
      Alessa

  11. Nach fast 20Jahre Zucht, komme ich zu einem ganz anderen Fazit. Nachdem meine beiden Rentner ihr Heu , wegen Lungenprobleme , angefeuchtet wird. Wir haben unsere Pferde im Sommer auf Weiden und im Winter auf große Sandpaddocks mit Nachtboxen und Laufställe. Der Sand verbreitet ganz extrem Staub (Schauen Sie sich mal ihr Wälzbild bewußt an) – und ich überlege mir wie Gesundheitsschdlich diese Sandpaddockhaltung über Jahrzehnte wircklich ist. Für mich hat sich da inzwischen ein dickes Fragezeichen ergeben.

    • Alessa

      18. Juli 2015 um 16:49

      Ja, der Sand staubt durchaus mal (wie im Artikel erähnt.) Im Gegensatz zu normaler Einstreu und auch Heu oder Futterstroh enthält der Sandstaub jedoch keine Allergene – und die sind es, die Probleme bereitend! Staub alleine ist weder für Pferd noch für Menschen ein Problem. Es kommt auch wirklich sehr darauf an, welchen Sand man wählt! Unser Sand bildet eine kurze Staubwolke, wenn sich die Pferde wälzen. Andernfalls ist die Luft stets sauber und klar 🙂

  12. Hallo Alessa,
    das ist ein wunderbarer Artikel, der mir sehr weiter hilft! 🙂 Danke dafür!
    Momentan streue ich unseren Unterstand auch noch mit Sägemehl ein, bin damit auch ganz zufrieden, aber meine Ponyoma versteht leider nicht, dass man auch draußen auf dem Sand Wasser lassen kann 😀 . Manchmal findet sie das ganz toll, aber oft geht sie dafür unter den Unterstand. Ich glaube, es ist die Gewohnheit, die sie sich durch 25 Jahre Boxenhaltung (grausam, ich weiß…) bekommen hat.
    Das ist dann natürlich täglich sehr zeitaufwendig das Nasse vom Trockenen zu trennen. Durch den Sand würde sie vielleicht besser darauf kommen, dass man das auch draußen auf dem Sand machen kann. Wer weiß, ich würde das auf jeden Fall super gerne versuchen.
    Leider ist der Baustoffhandel in unserer Nähe nicht sehr groß, vielleicht kannst du mir verraten, was ihr für eine Körnung bei eurem Sand habt? 🙂
    Liebste Grüße,
    Carolin

  13. Mich würde interessieren was genau das für eine Sandmischung ist.

  14. Die Sandeinstreu ist eine wirklich gute Idee. Die Körnung kann beispielsweise auch bis 2mm betragen.
    Den Innenstall bzw. die Pipi-Stellen kann man hin- und wieder mit einem Gemisch aus Wasser- und Plocher (Rotteförderung) oder auch Wasser und EM (Effenktive Microorganismen) begießen. Das fördert den Fäulnisabbau und mindert den Geruch,
    liebe Grüße
    Anke

  15. Hi Alessa, fütterst Du in Deiner Box mit Sand eingestreut auch? Legst Du das Heufutter im Winter auch darauf? Dann wäre von Sand unbedingt abzuraten, da die Pferde mit dem Futter auch immer eine geringe Menge Sand mit aufnehmen und das kann im Laufe der Zeit dazu führen, daß die Pferde qualvoll verenden, da sich der Sand im Darm absetzte und dort ungeheure Mengen davon zu finden waren. Las einmal einen Artikel von Betroffenen darüber …
    frische Morgengrüße
    Christiane*

  16. Hallo.
    Vielleicht hab ich es überlesen, aber was habt ihr unter dem Sand? Pflastersteine, Naturboden?
    Gruß Anja

  17. Anja Wulfert

    7. Juni 2016 um 18:09

    Hallo Alessa,
    du schreibst, ihr habt den Sand in euren Paddock verteilt. Wir haben einen Rasenreitplatz, der immer trocken ist, aber glitschig bei Regen wird. Wir überlegen ca. 5-10 cm Sand aufzubringen, da wir im Offenstall sehr gute Erfahrungen mit Sand gemacht haben. Ihr habt doch, so wie ich lese, auch ohne Befestigung des Untergrundes den Sand aufgebracht. Wir liegen auf einem Berg und haben mit Matsche so gar kein Problem. Würdet ihr den Sand wieder einfach auf die Grasnarbe aufbringen?

    • Hi Anja,
      also unser Reitplatz hat einen befestigten Untergrund. Der Paddock aber ist tatsächlich nur Sand auf die Grasnarbe gekippt. Das klappt bei uns sehr gut und wird auch nicht rutschig. Wir kommen damit sehr gut zurecht, ich könnte mir vorstellen, dass es auch für euch eine gute Lösung wäre 😉
      Herzliche Grüße,
      Alessa

  18. Hallo! Sag mal gefriert der Sand bei minusgraden nicht zu einer buckelpiste? Ich habe als Unterbau auch Beton und war bisher eigentlich auf gummimatten eingeschossen, da Stroh nicht in frage kommt…nun denke ich aber auch über Sand nach

  19. Hallo Alessa,
    ich habe eine Frage zur Sandplatz-Reinigung => Sandsieb: Jetzt im Winter dürfen meine Ponys auf den Sandplatz über Nacht, da dort die frostfreie Trinkwanne zu erreichen ist. Nun benutzen Sie diesen Sandplatz ganz fleißig als ihr nächtliches Klo (anstatt das normal genutzte Pferdeklo).

    Ich suche nun einen praktischen Sandsieb um die Äpfel schnell rauszusieben. Die normalen Mistgabel lassen mir zu viele klein getrampelte Miststücke durchfallen und das abäpfeln dauert einfach zu lang. Vielleicht etwas zum schleppen (von Hand)…

    • Liebe Brigitte,
      ich nutze zum Abäppeln einen normalen Mistboy und einen Kinderrechen, den ich im üblichen Baumarkt bekomme. Damit bekommt man auch die kleineren Miststücke (hihi, Wortspiel) gut auf den Mistboy.
      Herzliche Grüße,
      Alessa

  20. Ich habe mal gehört, dass es häufiger vorkommt, dass die Tränenkanäle der Pferde durch den Sand(-staub) schneller verstopfen. Bei einem Pferd wurde es chronisch. Die TA sahen im Sand die Ursache. Welche Erfahrung habt ihr damit gemacht?

    • Die Erfahrung haben wir nicht gemacht. Allerdings ist unser Stall ja sehr offen, da entsteht kaum Staub. Ich denke, es sollte aber generell bei jeder Pferdehaltung bedacht werden, dass man Staub möglichst eindämmt.

  21. Liebe Alessa,
    vielen Dank für das Teilen deiner Erfahrungen. Ich habe dies schon oft gehört, allerdings ergeben sich für mich 2 wichtige Fragen, da meine alte Stute in unserem Stall (ähnlich wie ein großer Laufstall) mit Sicherheit auch Pipi macht. (Dies macht sie sogar in unserem Weideunterstand, wenn sie im Sommer vor den Bremsen Schutz sucht – und der Boden dort ist dann ziemlich kontaminiert.)
    Wenn also die Pferde im Stall in den Sand urinieren, entfernst du diese Stellen oder lässt du sie einfach wieder trocknen? Wenn sie entfernt werden, was ja schon wegen der Sauberkeit und Geruchsbelästigung wohl die einzige Alternative darstellt, wo entsorgt ihr dieses Sand-Pipi-Gemisch? Wie oft tauscht ihr den Sand im Stall bzw. Unterstand komplett aus und wo entsorgt ihr die dann anfallenden größeren Sandmengen?
    Vielen Dank im Voraus,
    liebe Grüße und ein wundervolles Weihnachtsfest
    Stella

    • Alessa

      22. Dezember 2016 um 9:05

      Liebe Stella,
      ich entferne diese Stellen und streue diesen Sand einfach im Paddock aus – da wird er vom Regen wieder ausgewaschen und muss nicht weggeworfen werden. Der Sand im Unterstand wird natürlich auch durchs Abäpfeln weniger, da kommt doch immer bisschen was mit. Unser Bauer, der den Mist abholt, hat damit aber kein Problem. Im Schnitt wechseln wir den Sand im Unterstand ca 2 Mal im Jahr aus. So funktioniert das wunderbar und ist wirklich sehr hygienisch – im Vergleich zu anderen Ställen rieche ich nach meinem Stall kaum nach Pferd. Allerdings benutzen unsere den Unterstand auch wirklich nur wenn es stark regnet oder die Viecher im Sommer schlimm sind.
      Ich hoffe, ich konnte dir damit helfen.
      Herzliche Grüße und dir ebenfalls wunderschöne Weihnachten!
      Alessa

  22. Hallo,
    Wir haben in unserem Offenstall die beiden Weidehütten mit Sand eingestreut. Nun benutzen die 4 Pferde die Hütten leider auch sehr ausgiebig als Klo und der Sand ist gut nass. Er gefriert zwar nicht,ist aber ekelig. Wir Äpfeln jeden Tag alles ab. Leider stinkt es auch ein wenig nach Amoniak.
    Gibt es da noch irgend einen Tip?
    Der Sand ist seit etwa 6 Wochen drin. Leider war er zu Beginn schon nicht ganz trocken und könnte jetzt im Winter auch nicht richtig trocknen.

    • Alessa

      18. Februar 2017 um 10:10

      Wie sieht denn euer Paddock draußen aus? Gerade wenn der im Winter sehr hart gefroren ist, nutzen die Pferde den weichen Sand im Unterstand lieber, um dort „auf Toilette zu gehen“ 😉 Eine Idee wäre es, ihnen draußen im Auslauf ein Eck mit weichem Sand einzurichten, das sie vielleicht als Klo annehmen würden. Anfangs hilft es auch, dort dann ein paar Pferdeäpfel hin zu legen. Gerade Wallache nehmen das gerne an und nehmen sich ein Beispiel an den Haufen. Vielleicht hilft euch das weiter 😉
      Herzliche Grüße!

  23. Hallo, auch bei uns im Offenstall wird darüber nachgedacht Stroheinstreu komplett durch Sand zu ersetzten. Über Winter konnte ich in „Versuchsunterständen“, welche schon mal eine Sandfüllung bekommen haben, beobachten, dass der durch Urin ständig nasse Sand gefror, da Absickern wegen Pflastersteine als Untergrund nicht möglich war. Trotz EMs und Pflege hat es in den frostfreien Zeiten fürchterlich gestunken. Pferd hat nun Strahlfäule…
    Im Sommer mag das sicher eine Alternative sein, aber im Winter würde Sand bei mir nicht in Frage kommen. Welches Pferd legt sich auf kalten, feuchten (oder gefrorenen) Boden nur weil es ein Dach hat? Leider fehlte auch der Schnee, so dass dieses Pferd sich einfach nicht hingelegt hat. Gerade im Winter müsste quasi täglich der Sand gewechselt werden, was ein erheblicher Aufwand wäre (vom Sitzhackeneinsatz mal abgesehen).
    Im übrigen bestehen Sande mehrheitlich aus Quarz­körnern, welche (wie weiter oben bemerkt) herrlich in der Lunge verkapseln.

    • Alessa

      23. Mai 2017 um 10:49

      Wie ich ja auch bereits erwähnt habe, ist Sand niemals eine Lösung für alle Situationen. Meine Pferde stehen im Offenstall und pinkeln für gewöhnlich nicht in den Unterstand, weshalb dort auch im Winter nichts gefriert und der Boden schön locker und weich bleibt. Sand ist auch nicht gleich Sand, da muss man auch ausprobieren, welcher sich am besten eignet. Aber wie gesagt – sicherlich ist es nicht für alle eine Lösung, nur weil wir seit Jahren zufrieden damit sind 🙂

  24. Bei uns gab das nach einigen Monaten bei vielen Pferden Liegestellen im Bereich der Sprunggelenke.
    Staubarm sind die tatsächlich, Probleme mit Husten haben wir hier nicht. Gefressen wird dort auch nicht. Ich empfinde es aber schon als unhygienischer, da man leider nicht alle Mistreste mit den gängigen Werkzeugen entfernen kann, und der Sand recht lange liegen bleibt. Wegen der Wunden-Problematik (ebenfalls ein Problem bei kleinen Wunden im Fesselbereich, die man sonst nicht einbandagieren würde, denn da setzt sich dann Sand ab) bin ich mittlerweile dem Sand als alleinige Einstreu leider doch eher abgeneigt. Für Liegeflächen im Freien ist das aber super und wird auch sehr gerne angenommen.

    • Alessa

      23. Mai 2017 um 10:47

      Wie hoch habt ihr den Sand denn aufgeschüttet? Wir hatten kurzzeitig auch kleine Aufschürfungen, allerdings nur als der Sand etwas zur Neige ging und mit Auffüllen war das sofort behoben.

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